Randnotizen

Rücklings

Rücklings liege ich im Stroh – einem Maikäfer gleich -, gähne, schlage die Fliegen weg und träume, auf dass es der Welt gelänge, mich zu begeistern.

Randnotizen

Fluch und Segen

Ein Seismopgraph von schlechten Stimmungen und Atmosphären sein, an ihnen gewissermaßen nicht vorbeikommen – war immer Fluch und Segen zugleich! Fluch, wenn es einen kalt erwischte. Segen, wenn man deren Informationsgehalt erkannte, und man wie ein Schachspieler eine „überlegte Partie“ zu spielen verstand.

Randnotizen

Stimmung

Was ich empfinde oder nicht empfinde, entscheide nicht ich, sondern entscheidet meine Stimmung, für die ich mich entschieden habe. Manchmal.

Randnotizen

Lebenskunst

Als Lebensart schätze ich den Optimismus. Den Pessimismus allerdings will ich nicht verteufeln. Denn als Pessimist kann ich nur schwer enttäuscht werden. Das ist der Vorteil.
Aber muss man sich überhaupt für das eine oder das andere entscheiden?
Kann man beides jeweils für sich nicht als hilfreiche und nützliche Stimmung ansehen?
Und müsste dann eine Maxime der wahren Lebenskunst nicht lauten:
Sei weder Optimist noch Pessimist, aber respektiere deine Gezeiten!?


Randnotizen

Im Kloster

Knarzende Treppen, hohe Decken, der Geruch von altem Holz. Die Schutzmutter über dir. Ich habe schon manch Tag in solch klösterlichen Refugien verbracht. Die eigene Größe relativiert sich in Sekunden.

Erdichtetes

des nachts

des nachts
in der dunkelheit
das plätschern
des tauenden schnees
blaue stille
gelbe lichter
kurosawa’s träume –
die brücke
über der saône
und der zug
über der straße,
nahe dem bahnhof
in lyon